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Die Hundeschule und ihre Hundetrainer*innen
können Qualifikationen in Theorie und Praxis
nachweisen: Um eine Hundeschule zu betreiben,

ist gemäß dem Tierschutzgesetz ein Sachkunde-
nachweis erforderlich, den die zuständige Veterinär-
behörde ausstellt. Die Kriterien für die Erlaubnis-
erteilung sind jedoch bisher nicht einheitlich. So

finden sich immer noch Hundeerzieher*innen, die

die Hunde tierschutzwidrig, ohne jegliches Fach-
wissen behandeln und sie sogar erst zu Problem-
hunden machen. Bis heute steht die Bezeichnung

Hundeausbilder*in beziehungsweise Tiertrainer*in

nicht für einen staatlich anerkannten Ausbildungs-
beruf. Es gibt daher weder eine Ausbildungsord-
nung mit festgelegten Lern- und Prüfungsinhalten

noch anerkannte Ausbildungsstätten. Gute Hunde-
trainer*innen können unter anderem langjährige

Praxiserfahrungen in der Arbeit mit Hunden nach-
weisen, nehmen regelmäßig an Fortbildungen teil

und haben eine Ausbildung mit dem Schwerpunkt
Verhalten und Erziehung durchlaufen.   

2. Die Trainer*innen arbeiten auf Basis verhaltens-
biologischer Grundlagen und verzichten auf

veraltete Erziehungskonzepte: Die Hunde werden

also nicht bestraft und unter Druck gesetzt. Eben-
so verwenden die Trainer*innen keine Begriffe

wie Alphatier, Rudel, vererbte beziehungsweise
angeborene Rudelstellung, Unterordnung oder
Welpenschutz. Denn solche Bezeichnungen
lassen darauf schließen, dass die Hundeschule
mit überholten Theorien arbeitet, die mit heutigen
Erkenntnissen nicht vereinbar sind.
3. Die Trainer*innen arbeiten gemeinsam mit Hund
und Mensch: Sie binden also die Halter*innen aktiv
mit ein, erklären das Verhalten, das sie beobachten,
und gehen auch sachlich und verständlich auf ihre
jeweilige Vorgehensweise ein. Außerdem vermeiden
sie vorschnelle Interpretationen, wonach der Hund
zum Beispiel traurig, besorgt oder nachtragend

sei. Gute Schulen bieten auch extra Schnupper-
stunden an, damit interessierte Hundehalter*innen

einen Eindruck von der Arbeit gewinnen.

4. Die Trainer*innen informieren sich über den
Gesundheitszustand und die Vorgeschichte des
Hundes. Dementsprechend gehen sie individuell
auf ihn ein.
5. In der Erziehung arbeiten die Trainer*innen vor
allem mit positiven Verstärkern und belohnen
die Hunde mit Futter, Lob oder Zuwendung, wenn
sie sich wie erwünscht verhalten. Reagiert der
Hund hingegen anders als gewollt, ignorieren die
Trainer*innen sein Verhalten und bringen dem
Vierbeiner als Antwort auf den negativen Reiz
eine alternative Verhaltensweise bei.

6. Die Trainer*innen wenden niemals negative tier-
schutzwidrige Methoden wie Zwang, Druck und

Gewalt an. Es ist ein Tabu, Hunde beispielsweise
zu kneifen, sie unter Ausübung massiven Drucks
festzuhalten oder gar zu schlagen, sie auf den
Rücken oder auf die Seite zu drehen. Gleiches
gilt für den Leinenruck – hierbei wird dem Hund
durch plötzliches kräftiges Ziehen an der Leine
Schmerz zugefügt. Überaus schmerzvoll ist auch

der sogenannte Endloswürger, also ein Hals-
band ohne Zugstopp, bei dem der Hund am Hals

hochgezogen wird – eine Handlung, die nicht nur
die Wirbelsäule des Tieres nachhaltig schädigen,
sondern sogar schnell lebensbedrohlich für den
Hund werden kann und Erstickungsangst bei
ihm auslöst.
7. Die Trainer*innen setzen keine tierschutzwidrigen
Hilfsmittel wie Zug- und Kettenhalsbänder,
einschneidende Geschirre oder sogenannte
Erziehungshalsbänder wie Würge-, Stachel- oder
Kettenhalsbänder ein. Methoden, die dem Tier
Schmerzen, physische oder psychische Leiden

zufügen können, sind absolut tabu. Gute Hunde-
schulen arbeiten hingegen mit tierschutzgerechten

Hilfsmitteln wie etwa Clicker, auch bekannt als

„Knackfrosch“, und Markerwörtern – kurze, präg-
nante Worte, die der Hund positiv verknüpft hat.

Weitere geeignete Hilfsmittel sind Schlepp- und
Langleinen sowie Kopfhalfter.

8. Die Trainingseinheiten sollten nie zu lange

dauern und stets mit einem für den Hund po-
sitiven Erlebnis enden.

9. Die Trainer*innen reflektieren ihre Arbeit und
sind bereit, ihre Erziehung anzupassen, wenn die
bisherige Arbeit mit dem Tier keinen Erfolg zeigt.
10. Die Trainer*innen scheuen sich nicht, Grenzen
im Training aufzuzeigen und versprechen nicht
von vornherein, jegliche Problemfälle vollständig
zu resozialisieren.

Quelle : deutscher Tierschutzbund 

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