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  • Sabine Fehrenbach

Aggressives Verhalten - Mythen, Märchen und Tatsachen


Aggressives Verhalten beim Hund, egal ob es sich gegen Artgenossen oder Menschen richtet, führt immer zu großer Verunsicherung und Entsetzen. Mein Hund hat geschnappt, geknurrt, gebissen.

Zu gern greift man zu Wasserflaschen, Klapperdosen, Leinenruck und Co um das Übel möglichst schnell und effektiv zu beseitigen.


Dabei ist gerade in diesen Bereichen eine funktionale Verhaltensanalyse besonders wichtig.

Strafe ( und dazu gehören Schreckreize, Schmerzeinwirkung und Bedrohen ) ist im Alltag, für die meisten Hundehalter, unmöglich regelgerecht einzusetzen .

Das wird bei den „schnellen“ Lösungswegen gern vergessen.

Fehler in der Anwendung, verschlimmern oft das Problem, steigern die Aggressivität  oder machen den Weg frei für andere Verhaltensprobleme.

Aggression wird durch Umweltfaktoren entscheidend mit beeinflusst. Wir haben es mit einem sehr komplexen Verhalten zu tun, welches weder unnormal noch schlecht ist.

Es gibt Antezedenzien, die das Auftreten aggressiven Verhaltens sehr wahrscheinlich machen. Es gibt sie in fast allen Situationen des täglichen Lebens, demzufolge kann aggressives Verhalten auch überall auftreten.

Diese Auslöser zu erkennen, ist ein wesentlicher Bestandteil in der Arbeit mit dem Tier und in der Prävention von Verhaltensproblemen. Die Motivation, die dem Verhalten zugrunde liegt, ist auch für Fachleute,nicht immer einfach zu analysieren. Oft entstehen in Situationen Mischmotivationen oder aber die Auseinandersetzung entwickelt ihre eigene Dynamik.

Signale, die dem Verhalten voraus gehen, sind oft sehr subtil, folgen schnell aufeinander und können auf Grund von Fellstrukturen nicht sofort erkannt werden. Für viele Hundehalter kommt demnach ein Angriff "... wie aus heiterem Himmel" oder ohne Vorwarnung.


Oft sind in Konflikten Ressourcen der Grund. Dabei geht es nicht immer nur um Futter, sondern auch um Wasser, Beziehungspartner oder Territorien.

Drohsignale haben normalerweise die Aufgabe, Konflikte innerhalb einer Art zu verhindern und körperliche Schäden zu vermeiden.

Aggression will in erster Linie Distanz, beim Gegenüber Angst erzeugen. Kann man Strategien, wie fliehen, zurückweichen etc.nicht anwenden, kommt es, besonders an der Leine, zur Eskalation.


Aggressives Verhalten fußt in den allermeisten Fällen auf Angst.

Auch hier ist eine funktionelle Verhaltensanalyse von entscheidender Wirkung. Ängste müssen weiter bearbeitet werden, auch wenn der Hund an Auslösern scheinbar kein Verhalten mehr zeigt.

Es gibt effiziente, gewaltfreie Methoden um aggressivem Verhalten zu begegnen.

Der Ansatz " weiche" Methode hilft nur bei " weichen" Problemen, ist völliger Blödsinn und entbehrt jeglicher wissenschaftlichen Vorgehensweise.


Lassen sie sich also nicht erzählen, der Hund bra

uche eine harte Hand, mehr Auslastung oder es mangele an ihren Führungsqualitäten.

Verhalten ist eine komplexe Angelegenheit und ebenso komplex muss die Herangehensweise sein.




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