Suche
  • Sabine Fehrenbach

Auslastung und Sozialisation für Welpen

Erziehung / Auslastung / Sozialisation Kaum dass so ein kleiner Welpe eingezogen ist, beginnt man als Halter die Weichen zu stellen, was aus dem Zwerg denn einmal werden soll. Die Erwartungen sind hoch : er soll ein problemloser Begleiter im Alltag soll er werden, Menschen in allen Größen toll finden, unerschrocken und gleichzeitig sensibel sein, gut erzogen dabei aber selbständig Probleme lösen können, ruhig und unauffällig und auf Signal arbeitwillig und lebhaft. Die Eier legende Wollmilchsau ... ​ Manches bringt ein Welpe von Haus aus mit ... Ich brauche mich, bei einem kleinen Goldenretriever aus Arbeitslinie, nicht zu wundern, dass er gerne Dige durch die Gegend trägt und dabei wenig unterscheidet, was es ist. Stöckchen, Socken, Grasbüschel..alles wird von A nach B getragen. Die Anlage zum Apport bringen Welpen mit - was daraus wird, liegt am Hundehalter, liegt am Mensch, der den Hund durch den Alltag begleitet. Die Freude am Zurückkommen, die Freude am Abgeben ist mir extrem wichtig, drum ist es in erster Linie auch gar nicht wichtig, was der Zwerg mir da bringt - er wird immer mit Freude empfangen, überschwenglich gelobt und via Tauschgeschäft und vielen Wiederholungen ein zuverlässiges "Aus" aufgebaut. Ich vermeide es dem Zwerg etwas aus dem Fang zu hebeln ( gut manchmal, wenn es "brennt", lässt sich das nicht verhindern - es sollte aber nicht zur Regel werden ! ) ​ Jedes Mal wenn er auf mich zu läuft, kommt mein Rückrufsignal, jedes Mal ist die Freude groß, jedes Mal, wenn er am Bein bleibt wird gelobt. Von Anfang an. Einfach so auf jedem Spaziergang. Ohne Hundeschule, einfach im Leben. Lege ich ein Spielzeug aus, wird Nelly mit einem kurzen Festhalten abgebremst " Warte " ( hat schon ohne festhalten geklappt :) ) und mit dem zukünftigen Freigabesignal, darf sie flitzen. Sitz/ Bleib/ Komm und ein freiwilliges am Bein bleiben, sind Dinge, die ich als Grundgehorsam gerne haben möchte - deshalb bauen wir sie von Anfang an , mit viel Spaß ein. Wo immer es geht auch ohne Leine. Einfach so- kurz und nebenher . ​ Genaus so findet auch Sozialisation statt. Wir treffen Hunde. In unseren Runden durch den Wald. Junge, Alte, Kleine und Große, Entspannte und Angespannte - das ganz normale Leben. Gestern haben wir einen kleinen Dackel getroffen, das Interesse, auf Nellys Seite, war eher mäßig und dennoch war sie schwer beeindruckt von der Begegnung. Warum ich euch das erzähle ? Wir haben einen! Hund getroffen, was diesen Zwerg nachhaltig beschäftigt hat. Was denkt ihr,was passiert, wenn er sich in einer Hundeschule plötzlich einer ganzen Gruppe von fremden Menschen und ihren Hunden gegenüber sieht ? In einer, für ihn völlig fremden Umgebung? Nachdem er gerade einmal ein paar Tage bei euch ist


​ Er ist definitiv mit der Situation überfordert ... Lernen, ganz egal was, wird man unter diesen Umständen nicht viel - ganz im Gegenteil. Die Aufregung, die der Welpe in einer solchen Situation hat, die verknüpft sich im ungünstigsten Fall mit den Artgenossen. Auch Spiel, kann unter solchen Bedingungen nicht entsehen - darüber werden wir uns noch unterhalten . Mein Rat deshalb : sammelt in der ersten Zeit schöne Momente, in denen ihr euch in aller Ruhe kennenlernen könnt. Ein Welpe braucht Vertrauen zu euch, muss euch kennenlernen und sich in eurer Gegenwart sicher fühlen - dann schafft er es auch mit euch gemeinsam zu lernen . ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​ ​

Habt ihr Fragen oder Anregungen? Schreibt mir supergern auf fehdogshundeschule@gmail.com

1 Ansicht0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen