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  • Sabine Fehrenbach

Empowerment beim Hund

Empowerment oder die Kunst alleine zu bleiben …


Was hat das eine mit dem anderen zu tun?

Auf den ersten Blick nicht gar so viel : schaut man aber genauer hin, was es zum Alleinebleiben können braucht, wird ein Schuh daraus .

Hunde brauchen ein gesundes Maß an Selbstsicherheit und Selbstwirksamkeit, um durch emotional schwierige Situationen zu kommen.

Allein zu sein, ist für ein soziales Wesen eine Herausforderung. Das ist unbestritten und nicht wenige Hunde haben ein extremes Thema damit

Sicherlich könnte man direkt am Problem arbeiten, hat so aber immer auch den stressauslösenden Moment mit an Bord.

Unter erschwerten Bedingungen, wird sich nur schwer Selbstbewusstsein und Problemlösefähigkeit entwickeln. Der Hund befindet sich ja immer direkt, inmitten der Stress auslösenden Situatiion.


Unser Ansatz setzt deshalb im Alltag an, wo wir mit dem Hund an seinen Fertigkeiten und Fähigkeiten arbeiten und so seine Stärken hervorheben - um ihn fit zu machen für anstrengende Situationen.

Durch gezielte Übungen bekommen die Hunde Selbstvertrauen, lernen ihre Stärken einschätzen, werden kreativ.

Frust und Impulskontrolle, hängen eng mit Hilflosigkeit und Unsicherheit zusammen. Nicht selten kommt es deshalb zu Übersprungs- und Problemverhalten.

Wenn schon der Alltag draußen, für solche Hunde, ein unüberwindbares Problem darstellt, kann man sich lebhaft vorstellen, dass Alleine Bleiben eine extreme Belastung darstellt.


Der Fokus geht also in Richtung eigene Strategien finden, Lösungen selbstständig zu erarbeiten.

Die Schwierigkeiten müssen individuell angepasst werden. Was für den einen so gar keinen Anspruch darstellt, ist für den anderen ein unüberwindbares Hindernis.


Suchspiele sind die Klassiker unter den Empowermentübungen - doch auch hier lauern Fallstricke !

Ganz besonders junge, noch unerfahrene Hunde geraten schnell in eine hohe Erregung, in eine Erwartungshaltung und damit auch schnell in die Frustration.

Hier gilt es das Schwierigkeitsniveau so anzupassen, dass der Hund schnelle Erfolge zu verzeichnen hat, ohne gelangweilt zu sein. Dahinter steht auch der Gedanke, dranzubleiben, sich nicht sofort entmutigen zu lassen.


Alleine mit sich zu sein, Ruhe auszuhalten, warten - nicht ständig beschäftigt werden,, ist ebenfalls eine Basisübung, die Hund und Halter lernen können.

Phasen, in denen keine Interaktion möglich ist - schafft es der Hund ruhig zu bleiben oder verfällt er in Problemverhalten?

Ruheinseln auf dem Spaziergang bilden eine wichtige Grundlage , die beim Alleinebleiben gefordert wird : es findet keine Interaktion mit dem Menschen statt.


Stöbern, unwegsames Gelände zu “bezwingen”, Mut zeigen - sich selbst etwas zu erarbeiten, ist für Hunde eine wunderbare Auslastung und gleichzeitig eine hervorragende Vorbereitung, um für Alltagsaufgaben gewappnet zu sein.


Starke, selbsbewusste Hunde, die mit ihren Menschen jede Situation meistern - das ist der Schlüssel für ein entspanntes Miteinander !





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