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  • Sabine Fehrenbach

Gewaltfrei? Positiv? Ist immer drin, was draufsteht? Ihr glaubt doch auch nicht an den Osterhasen ..

Sieht man sich die Angebote der Hundeschulen und anderer Trainingsangebote durch, könnte man meinen es herrsche eitel, harmonisch Einigkeit im Erziehungsstil : alle schreiben sich Begriffe wie „gewaltfrei“, „wir arbeiten mit positiver ( manche ergänzen noch negativer…) Verstärkung auf die trainerischen Fahnen.

In keinem Angebot liest man Dinge wie :

- Ein Leinenruck ist sinnvoll und wird bei uns gezielt eingesetzt.

- Wir arbeiten mit Wasserflaschen, Gartenschläuchen und Schepperdosen, werfen mit Discs ( sind diese nicht zur Hand empfehlen wir den Gebrauch des Schlüsselbundes).

- Wir Bedrohen und Blocken körperlich und unterbrechen so höchst erfolgreich unerwünschtes Verhalten.

- Haben Sie ein Jagdproblem mit ihrem Hund, halten wir den maßvollen Einsatz eines Teletakts für sinnvoll und berechtigt.

- Will er nicht „Aus“ geben, darf es ausnahmsweise auch mal der Tritt auf die Pfoten sein

- Wir helfen ihnen beim Erlernen des perfekten Alphawurfs, Schnauzgriff

- Schnappt der Welpe nach ihnen, zeigen wir ihnen, wie man mit einem schnellen Klaps, der noch keinem geschadet hat?, das ganz schnell abstellt

- Rangordnung im Rudel? Wir zeigen Ihnen wie sie ganz schnell wieder der Alpha sind.


Noch nie auf irgendeiner Homepage landauf, landab gelesen? Ist doch erstaunlich?

Überall arbeitet man “ Positiv“, hält sich an das geltende Tierschutzgesetz ( alles andere wär auch noch schöner…) wobei man da mit dem Gebrauch von Endloswürgern schon eine Grauzone betritt…

Kleine Grausamkeiten sind  alltäglich geworden, werden als Tierquälerei schon gar nicht mehr wahrgenommen. Man gewöhnt sich an den Anblick von Sprühhalsbändern , wundert sich nicht mehr über Hundehalter, die mit Gartenschläuchen! durch die Gegend spazieren, die zischen wie Klapperschlangen während sie ihrem Hund spitze Finger in die Seiten rammen.

Es ist schon fast normal und nett ( telegene Alptraumtrainer machen es vor…) den Hund pudelnass zu spritzen oder in “ Erziehungsgeschirre“ zu zurren, bei denen jede  Domina wahrscheinlich vor Neid erblassen würde.

Packt man den Stachler in einen dezenten Überzug mit Dekor, kann man demonstrieren, wie toll man seinen  Hund im Griff hat, ohne dass es jemanden auffällt, welcher Mittel man sich da bedienen muss.

Der Leinenruck wird zum niedlichen „Impuls“ und ist doch gar nicht so schlimm… der Hund strotzt am Hals ja nur so von Muskeln, Außerdem ist er ja selbst schuld - könnte ja langsam laufen.

Das Internet hat ein unüberschaubares Angebot an frei verkäuflichen Dingen, dessen Erwerb von den selbsternannten Problemhundeprofis empfohlen wird und von gutgläubigen, verzweifelten Hundehaltern allzu gerne angenommen wird.

Man muss den Hund doch erziehen, im Griff haben, er muss doch  folgen…

Da darf man durchaus mal schubsen, den Raum einnehmen, ihn körperlich beeindrucken. Wölfe gehen auch nicht zimperlich miteinander um…

Auf der anderen Seite lächelt man milde und herablassend über Andersdenkende.

Mit Futter zu arbeiten ist schlecht für die Beziehung… mit Clicker arbeiten nur Weichgespülte…nur positiv geht ja gar nicht, bei richtigen Hunden hört der Spaß auf, hab du erst mal nen richtigen Hund.. ( zur Wahl stehen : Schäfer, Mali, Rottweiler..)

Persönlichkeit statt Leckerlis…

ja nee.. is klar

Achten sie bei der Wahl ihres Trainers durchaus mal auf Folgendes :

Keine Fortbildungen? Flucht ergreifen!

Jahrelange Erfahrung schützt vor Torheit nicht

Fortbildungen bei Leuten, die man nicht kennt ? Googeln und sich einen Eindruck machen, ob das Bauchgefühl Ja sagen würde.

In jedem Fall genau hinschauen, ob sich hinter der positiven Verpackung, nicht doch was anderes verbirgt



Ihr Hund wird es Ihnen danken

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