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  • Sabine Fehrenbach

Leinenruck - fatale Folgen für die Gesundheit eures Hundes

Wir haben für uns und alle Hunde in den Kursen entschieden : nur noch in einem gut passenden Geschirr zu trainieren. Das geschah nach viel Austausch mit Tierärzten, Physiotherapeuten und Züchtern.

Junge Hunde sind nicht leinenführig - wozu auch? Kein Welpe kommt im Halsband zur Welt.

Die Einwirkungen über Halsband und Leine sind wie so oft aus der Not geboren, den Hund "führen" und erziehen zu müssen. Aus dieses Gedanken heraus kam auch die irrwitzige Behauptung, ein Hund wird nur am Halsband leinenführig - was eine völlig blödsinnige Behauptung ist, die wissenschaftlich nirgendwo belegt ist .

Die Verwendung von Korrekturen am Halsband oder Moxonleinen (Aufwärtsbewegung).

Hochhalsposition und ihre Schäden an der Anatomie des Hundes aber sehr wohl


Die Leine bzw. das Halsband sitzen neben der Schädelbasis und damit in einer Linie mit dem Zungenbein. Das Zungenbein ist der Aufhängemechanismus für Zunge und Kehlkopf.

Die Halswirbel Atlas und Axis sorgen für eine hohe Beweglichkeit des Kopfes. Wird diese über die Leine oder Zug am Halsband behindert können Durchblutungsstörungen im Gehirn die Folge sein - fatale Folgen, gerade wenn es um Begegnungen mit Artgenossen geht.

Was nicht durchblutet wird, kann keine klugen Entscheidungen treffen


Der erste Halswirbel, der Atlas und der zweite Wirbel, Axis, besitzen zudem keine dämpfenden, abpuffernden Bandscheiben. Stellt euch doch einfach einmal vor, wie es ist, wenn zwei Knochenstrukturen auseinander ( also nach hinten oben ) gerissen werden um dann wieder aufeinander zu prallen

Über einen Knochenfortsatz, den Dens und verschiedenen Bändern sind diese Wirbel miteinander verbunden. Der DensAxis steckt wie ein Finger im Ring des Atlas. Damit haben wir es mit Gelenken zu tun, die eine Nick - und eine Drehbewegung zulassen. Diese Wirbel sind in ihrer Art und Funktion einzigartig .


Wird an dieser Stelle Druck auf die Unterseite des Halses ausgeübt, wird das Zungenbein zusammengedrückt und die Wirbel des Hundes werden in eine gebeugte, mit dem Schädel nach unten, gerichtete Position gebracht.

Es kommt zu Subluxationen ( Ausrenkungen) und infolgedessen zu Quetschungen des Rückenmarks - im schlimmsten Fall zum Genickbruch

Blockierte Atlaswirbel führen oft zu Verhaltensveränderungen und Schlafstörungen. Auch Erkrankungen der Sinnesorgane sind beschrieben.

Gerade kleinere Rassen leiden oft an einem instabilen, atlantoaxialen Gelenk. und laufen Gefahr über solche Einwirkungen schwerste neurologische Schäden davon zu tragen.


Also Finger weg von solchen Maßnahmen, die zudem eher die Probleme verschlimmern, als sie zu lösen!

Lasst euch gutes, effizientes Training zeigen - nicht nur die Gesundheit eures Hundes, wird es euch danken..




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