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  • Sabine Fehrenbach

Spaziergang 2.0

Aktualisiert: Aug 13



Für die allermeisten Hunde, das Highlight des Tages : Gassigehen!

Spaß, Spiel, Spannung, toben mit den Hundekumpels - Hund sein!

Der Mensch ist oft das Anhängsel an der Leine, derjenige, der als Spielverderber mit geht. Auch wenn das Bällchen minutenlang geworfen wird...

Hohe Erregungslage, Außenreize, Gerüche und Geräusche, treffen allzu oft auf Bewegungseinschränkungen, Frustration an der Leine und Monotonie. Kein Wunder, dass das zu Unstimmigkeiten führt...

Besonders jungen, impulsiven Hunden fällt es schwer, Signale zu befolgen, Impulskontrolle zu zeigen. Nicht selten wird der Spaziergang dann zur Machtprobe. Ein ständiges Schwanken zwischen Freizeit und scheinbar notwendigen Erziehungsmaßnahmen. Ein Hin und Her zwischen "Gehorsam" und Spaß haben...

Dieses Gefälle ist ungünstig - Gehorsam üben und gemeinsam Spaß haben sollte das Gleiche sein!

Jagdhunde werden beim Spaziergang im Wald ständig von Reizen getriggert - sie sind oft hoch gestresst, auf Dauer abgebremst und dementsprechend alles andere als entspannt. Oft macht es Sinn, die Gassi - strecke etwas zu "entreizen ", sprich eine neutralere Route zu wählen und hier immer mal wieder die Entspannungslage an jagdlichen Reizen zu üben.


Versucht zu erkennen, wo die Bedürfnisse eures Hundes liegen, was seine Vorlieben sind . Sie geben euch einen guten Überblick, was man als Belohnung einsetzen kann. Versucht aus euren Gehorsamsübungen ein Spiel zu machen. Eines, bei dem euer Hund nur gewinnen kann.

Promptes Ausführen von " sitz" ? - auf Signal gibt es die Freigabe zum Spiel mit dem Hundkumpel.

Auf " aus" alles aus dem Fang gefallen? - spitze - dann geht das Spiel weiter, darf er das begehrte Teil haben usw.

Eine sehr gute Möglichkeit, ist auch das Strukturieren der Spaziergänge. Sucht euch auf eurer Gassirunde ein paar schöne Fleckchen aus, auf denen immer etwas Besonderes passiert. Ein Rennspiel, eine Runde Zergeln, Tricks, Gehorsamsübungen, Suchspiele aber auch Entspannung und Schmusen sollte nicht zu kurz kommen. Auf einer schönen Bank oder einem Baumstamm wird eine gemeinsame Ruhepause eingelegt. Gerade jetzt, eine Wohltat für Hund und Halter.

Diese Regelmäßigkeit bringt Kontrollierbarkeit, bringt Sicherheit und gibt dem Hund die Möglichkeit, sich auf kommende Situationen einstellen zu können.

Der Hund erhält Erwartungssicherheit auf menschliche Interaktion, bleibt auf „Empfang“ und taucht nicht ganz so schnell in die "Hundewelt" ab.

Gerade für allzeit bereite Arbeitshunde heißt das aber auch, Erkundungsverhalten zeigen zu können, nicht ständig auf Interaktion zu warten, lohnende Pausen zu haben. Der Hund kann sich physisch und psychisch auf Dinge einstellen, was definitiv die Frustration eingrenzt und auf der anderen Seite, die Bereitschaft zur gemeinsamen Interaktion erhält.


Bei allen Aktivitäten, achtet bitte darauf, dass ihr langsam beginnt und dass ihr vor allem, langsam das Spiel beendet.

Nichts ist so frustrierend als ein plötzlicher, unvorhergesehener Spielabbruch. Euer Hund kann nicht erahnen, dass die Mittagspause in 10 Minuten beendet ist und man deswegen schnell zum Parkplatz zurück muss...

Gebt ihm Zeit, sich auf Situationen einzustellen, dann kann er auch lernen, sie zu bewältigen.

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