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  • Sabine Fehrenbach

Was einen guten Züchter ausmacht

Aktualisiert: 30. Dez. 2021

Augen auf beim Welpenkauf

Mit Hunden lässt sich viel Geld verdienen. Nie war der Markt mit Hundebabys so lukrativ, wie in Coronazeiten. Unseriöse "Züchter" wittern das schnelle Geld und bieten Wurf um Wurf an, um möglichst gewinnbringend die Nachfrage zu bedienen - das Tierwohl bleibt dabei oft auf der Strecke .

Aber woran erkenne ich einen guten Züchter?



Vertrauenswürdige Züchter, gehören einem offiziellen Zuchtverband wie dem FCI, DRC oder VDH an . Hier wachen Zuchwarte streng über die Gesundheit der Elterntiere und über alle anderen relevanten Zuchtbestimmungen.

Jede Zuchstätte unterliegt strengen Kontrollen und Auflagen - schon lange bevor die ersten Welpen zur Welt kommen.

Diese Kontrollmechanismen verhindern unkontrollierte "Massenproduktion ", Inzucht und Erbkrankheiten.

Informieren sie sich über die Zuchtvereine, die nicht diesen Verbänden angehören. Es lohnt s ein Blick in die Zuchtordnung - oft gibt es so gut wie keine Vorgaben oder Kontrollen, dafür blumige Versprechen und bunte Prüfsiegel.


Vorsicht ist geboten, wenn ihnen Welpen über Kleinanzeigen und diverse Internetforen angeboten werden.

Vollmundig wird viel geschrieben - das Wenigste lässt sich überprüfen.

Glauben sie nicht alles, sondern lassen sie sich vor Ort überzeugen.

Gute Zuchtstätten haben ein großes Interesse daran, sie persönlich kennenzulernen. Ihre Lebensumstände sind dabei genauso von Wichtigkeit, wie die Vorstellungen und Ansprüche, die sie an ihr neues Familienmitglied stellen.

Ein guter Züchter nimmt sich Zeit, alle ihre Fragen ausführlichst zu beantworten. Er wird überhaupt keine Probleme damit haben, dass sie sich die Zuchstätte anschauen wollen - ganz im Gegenteil. Sauber und ordentlich muss es sein ! Welpen machen Dreck - hier muss oft und gründlich gereinigt werden.


Ein guter Züchter weiß seine Hunde bzw. seine Rasse einzuschätzen. Er wird sie nicht pauschal als ideale " Familienhunde " , Therapie- oder Assistenzhunde bewerben. Er kennt Vor- aber auch eventuelle "Nachteile" seiner Rasse und wird die zukünftigen Interessenten ehrlich darüber aufklären.

Scheuen sie sich nicht, ein ausführliches Gespräch zu führen, um sich von den Aussagen zu überzeugen.

- wieviele Würfe hat die Hündin in welchem Zeitraum großgezogen? Wie lief die Geburt ab?

Gibt es eine offizielle Wurfabnahme und ein Zuchtbuch ?

Wie betreut die Hündin ihre Welpen? Ist genug Milch da? Hat sie ausreichend Ruhe um sich um ihre Babys zu kümmern?

Wird sich um die Hündin ausreichend gekümmert? Sie leistet Schwerstarbeit und sollte gerade in der Aufzuchtphase besonders gut betreut werden.


Seriöse Züchter betreuen meist immer nur einen Wurf und züchten in der Regel nur mit einer Rasse.

Ständig Welpen parat zu haben, ist kein gutes Zeichen.


Stehen Hündin und Welpen unter tierärztlicher Betreuung? Sind sie bei der Übergabe mehrfach entwurmt, geimpft und gechipt?


Wo wachsen die Welpen auf? Haben sie tatsächlich Familienanschluss oder sind sie eher in einem seperaten Raum eingesperrt? Idealerweise lernen die Welpen Menschen in allen Altersgruppen kennen, gewöhnen sich an Alltagsgeräusche.


Werden sie gut sozialisiert?

Die wichtigste Zeit verbringt der Züchter mit den Welpen. Sie an diverse Umweltreize zu gewöhnen, Autofahren, andere Tierarten, Ausflüge etc. erfordert viel Zeit und Umsicht.

Wird ihnen bereits ein Rückrufsignal beigebracht?


Haben sie Zugang ins Freie oder lernen sie schon früh ihr Geschäft auf Fliesen oder anderen Untergründen zu verrichten?


Welpen sollten lebhaft und munter sein . Sie sollten weder verklebte Äugelein, Husten oder Durchfall haben.

Welpen müssen, bei der Abgabe mindestens 8 Wochen alt sein ! Sie dürfen, auch nicht ausnahmsweise vorher abgegeben werden ! Sollte sie berechtigte Zweifel haben, wenden sie sich an die Polizei oder das zuständige Veterinäramt.


Werden sie im Kaufvertrag zu irgendwelchen merkwürdigen Dingen gezwungen? Etwa ein bestimmtes Futter der Marke xy zu füttern? Den Hund in einem gewissen Alter zu kastrieren ?

Kastrationsklauseln in Schutzverträgen ( unter anderem auch Tierschutzorganisationen ) sind nicht rechtens :


Kastration ohne medizinische Indikation stellt einen Verstoß gegen § 6 TierSchG dar. Aus diesem Grund ist eine allgemeine Verpflichtung zur Kastration unwirksam (www.kanzleisbeaucamp.de/die-kastration-des-hundes-eine-juristische-betrachtung).



in jedem Fall, auch im Kaufvertrag, das Kleingedruckte lesen :


Die Anwältin Susan Beaucamp gibt folgenden Ratschlag :

" In den seltensten Fällen ist ein Vertrag insgesamt unwirksam, aber der Erwerber/Übernehmer eines Hundes, ob nun durch einen Kauf- oder einen Tierschutzvertrag, sollte sich nicht scheuen, diesen anwaltlich überprüfen zu lassen. Das Wissen um die rechtliche Bedeutung vertraglicher Klauseln gibt dem Erwerber/Übernehmer die notwendige Sicherheit und schützt ihn vor bösen Überraschungen. Verträge sollten fair und ausgewogen formuliert und der Erwerber/Übernehmer des Hundes in die Gestaltung für ihn wichtiger Klauseln einbezogen werden. Gerade in den Tierschutzverträgen finden sich häufig „anachronistische“ Klauseln. „Knebelungsverträge“, die dem neuen Halter sämtliche Pflichten eines Hundehalters auferlegen, aber gleichzeitig dem Tierschutzverein massive Kontrollrechte einräumen und nicht einmal das Eigentum an dem von ihm vermittelten Hund übertragen, sind auch heute noch an der Tagesordnung."



Quelle :

Wirksamkeit von Klauseln in Kauf- und Schutzverträgen
https://www.kanzlei-sbeaucamp.de


Empfehlenswerte Züchter ganz in der Nähe? Verantwortungsbewusst und seriös ?

Augen auf beim Welpenkauf :


https://www.mira-et-fida-anima.de/



http://www.vom-schwanenweiher.de/













  • Welche Aktivitäten unternehmen Sie mit den Welpen? Ab der vierten Woche beginnt die Sozialisierungsphase der Welpen. Je mehr Dinge die Hunde jetzt im Beisein ihrer Mutter als normal und unbedenklich kennen lernen, desto gelassener werden sie als erwachsene Hunde darauf reagieren. Deshalb sollte der Züchter mit Mutter und Welpen beispielsweise Auto fahren, ihnen zum Beispiel Wasser zeigen, sie mit Kindern und möglichst auch anderen Tieren zusammen bringen.

  • Was fressen Welpen und Mutterhündin? Beide sollten ein hochwertiges Welpenfutter bekommen, damit sie mit der nötigen Energie zum Wachsen bzw. Säugen versorgt sind. Mehr zur Welpenfütterung lesen Sie im Beitrag "Die beste Ernährung für Hunde im Wachstum".

  • Wurden Hündin und Welpen entwurmt? Manche Parasiten werden schon im Mutterleib oder beim Säugen auf die Welpen übertragen. Deshalb sollte die Hündin schon während Trächtigkeit und Säugezeit entwurmt werden und die Welpen sollten Ihnen entwurmt übergeben werden.

  • Werden die Welpen vor der Abgabe geimpft und gechipt? Beides ist absolutes Muss. Bei der Abholung sollten Sie einen EU-Heimtierpass und die notwendigen Unterlagen zur Registrierung Ihres Hundes bei Tasso oder einer anderen Datenbank mitbekommen.

  • Welchen Welpen würden Sie uns empfehlen? Gute Züchter achten bei der Welpenvergabe darauf, dass die Charaktere von Hund und zukünftigem Halter zusammenpassen. Sie werden einem Hundeanfänger in der Regel nicht den draufgängerischsten Welpen mitgeben.

  • Wie läuft die Abgabe der Welpen ab? Hier können Sie sich wertvolle Tipps holen, wie Sie Ihrem zukünftigen Welpen den Abschied von der Hundefamilie erleichtern (dazu mehr in unserem Welpenblog).

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