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  • Sabine Fehrenbach

Alles Dominanz - ab jetzt ist Schluss mit lustig!


Junghund und Gehorsam… Zwei Welten scheinen aufeinander zu prallen.

War noch im Welpenkurs alles eitel Sonnenschein, ziehen mit Eintritt der Pubertät, dunkle Wolken am Hundehalterhimmel auf.  Sogenanntes „Problemverhalten“ scheint, wie die berühmten Pilze, aus dem Boden zu sprießen und der Besuch eines Pöbel/ Junghundekurs mehr als angeraten. Rien ne va plus… nichts geht mehr.

Alles Dominanz…

Da wird dann von Trainern auf langjährige Erfahrungen verwiesen ( man kann jahrelang schlechtes Training anbieten) Respekt eingefordert und die Wichtigkeit der menschlichen Führungsqualität herausgestellt.

Futterbelohnungen werden drastisch einbehalten, Verhalten mit Bedrohen und „Konsequenzen“ erzwungen. Der Hund soll, um unser selbst Willen, Signale beachten und befolgen. Tut er es nicht, ist er selbst schuld, wenn ihm Rucke an der Leine, Rappeldosen, Wasserflaschen, Tritte, Rempler, Alpharollen, Schnauzgriffe, Nackenschüttler oder der elektrische Impuls nur so um die Ohren fliegen.

Er hätte ja die Wahl gehabt. Wir haben ihm doch mit einem klaren Signal zu verstehen gegeben, dass wir genau dieses Verhalten nicht wünschen. Er hätte ja die Möglichkeit gehabt, sein Verhalten unseren Wünschen entsprechend anzupassen. Hätte sich ja richtig entscheiden können. Wir haben ihm ja mit unterschiedlichen Ausbildungsmethoden beigebracht, was er zu tun und zu lassen hat.

Jetzt ist Schluss mit lustig

Schließlich muss man mit 15 Monaten in Dauerablage liegen bleiben können, in völlig unnatürlicher Haltung und Umgebung, Bewegungsabläufe über sich erdulden lassen um nach einem fragwürdigen Prozedere als erfolgreiches Mensch / Hund Team zu gelten. Die Weihe zu erhalten, an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen. Wäre unser Schulsystem ähnlich aufgebaut?

Man mag es sich nicht vorstellen.

Da gruselt es den denkenden Menschen…

Wenig verwunderlich, dass es anscheinend wenig zu nützen scheint. Die Probleme werden eher mehr anstatt weniger.

Hunde, die man nicht ableinen kann, weil der Rückruf mehr als schlecht ist.( ja klar: lässt sich bei manchen Rassen ja gar nicht erreichen)

Hunde die kein Erkundungsverhalten mehr zeigen, weil sie permanent an ihre „Pflichten“ erinnert werden. Hunde, die gelernt haben, dass auf ihre Bedürfnisse keinerlei Wert gelegt wird, Hunde, die im Alltag mehr als problematisch sind und die sich lautstark bei jedem Außenreiz  mit Bellen artikulieren.

Die gelernt haben, dass an der Leine alles blöd ist, ohne Leine entfesselt ihren Bedürfnissen nachgehen, die Artgenossen mit mehr oder weniger Aggression begegnen.

Dominanz


Und jetzt punktet Fachwissen und Wissenschaft, auch wenn es so mancher nicht wahrhaben will.

Das Wissen über Verhaltensentwicklungen, Hormone, Gehirnentwicklung, Reizverarbeitung und Bewertung.

Emotionen, wechselseitige Beziehungen und eben auch das Wissen über die Konsequenzen, wenn diese Tatsachen nicht beachtet werden. Setzt man dieses Wissen nicht im Training mit dem Hund um, sind Probleme vorprogrammiert.

Alles Dominanz

Neurobiologische Abläufe sind Tatsachen , die man hinnehmen muss, Phasen, die zur Entwicklung wichtig und notwendig sind. Egal ob sie uns gefallen, oder im Tagesablauf störend sind. Bei jedem Säugetier. Beim Menschen. Beim Hund.


Gerade in der Entwicklung des Junghundes ( das gilt bei manchen Rassen, wohl bemerkt, bis zum 25.Monat! ) ist es wichtig ist, WIE man unerwünschtem Verhalten begegnet. Die Umstände verändern das Gehirn! Nachhaltig!




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